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		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=KaiR.O.</id>
		<title>Fahrten-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-04-27T15:26:16Z</updated>
		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pirin&amp;diff=1389</id>
		<title>Pirin</title>
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				<updated>2017-03-19T21:31:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Pirin-Gebirge stellt einen einzigartigen Naturraum in Europa dar:&lt;br /&gt;
Es bietet einen Raum von 15 mal 25 Kilometern ohne nennenswerte Zivilisation.&lt;br /&gt;
Wir wandern eine Woche Anfang Juli 2009:&lt;br /&gt;
Anreise über Sofia mit dem Flugzeug, dann weiter mit der Eisenbahn, die einen Schnitt von 41km/h (3,5Std. für 144km) fuhr, bis nach Kresna.&lt;br /&gt;
Wir steigen von Westen (Kresna) in Richtung Wichren/Vihren auf dem gelben Wanderweg auf. &lt;br /&gt;
Als wir am 3. Wandertag auf dem Hauptzug nordwestlich des Vihren sind, geht es weiter auf dem Rücken (teils Gratwanderung!) von Nordwesten zum Vihren.&lt;br /&gt;
Leider lassen wir die Erstürmung des höchsten Gipfels Wichren/Vihren am 3.Tag aus, weil der Gipfel in dichter Suppe hängt und es sehr viel regnet, im Sommer! Es hat täglich mehrere Stunden geregnet!&lt;br /&gt;
Abstieg in Richtung Vihren Hütte (Nordroute grün dann rot nach Süden). &lt;br /&gt;
Da wir total nass sind, übernachten wir in der Hütte, die kommerziell Wanderer beherbergt, 2009 war der Standard zwar unterirdisch, aber der Ofen hat unsere Sachen getrocknet und es gab schmackhaftes Essen.&lt;br /&gt;
Weiter auf gelb-blauem Wanderweg bis Banderishka Porta und blau nach Südwesten, schließlich auf braun Richtung Südosten: &amp;quot;Hütte&amp;quot; Spano Pole. Übernachtung hierhinter auf einer Wiese.&lt;br /&gt;
Frühstück bei Hütte Begovitsa (großes Steinhaus, gewerblich). Bald hinter einer einsamen Schäferhütte -ungefähr wie- &amp;quot;Koyoya Mandra&amp;quot; und &amp;quot;Chetalchuchur&amp;quot; Abzweig nach Süden auf grünen Wanderweg, Übernachtung auf &amp;quot;Vlashkia Pat&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Abzweig auf grünem Wanderweg verpasst und Strasse über Cyrapebo nach Kbpnahoe, wo es schon schöne Karstkulissen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter über Rozhen, Kloster Rozhen (Achtung, als evangelischer Christ, ist man für die Orthodoxen dort kein Christ! ;-)) &lt;br /&gt;
700m hinter dem Kloster befindet sich eine Wiese und ein kleiner Pavillon mit schönem Ausblick und Feuerstelle.&lt;br /&gt;
Weiter nach Melnik, romantische Kulisse. &lt;br /&gt;
Per Bus nach Sandanski.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

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		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pirin&amp;diff=1387</id>
		<title>Pirin</title>
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				<updated>2017-03-19T18:42:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Pirin-Gebirge stellt einen einzigartigen Naturraum in Europa dar:&lt;br /&gt;
Es bietet einen Raum von 15 mal 25 Kilometern ohne nennenswerte Zivilisation.&lt;br /&gt;
Wir wandern eine Woche.&lt;br /&gt;
Anreise über Sofia mit dem Flugzeug, dann weiter mit der Eisenbahn, die einen Schnitt von 41km/h (3,5Std. für 144km) fuhr, bis nach Kresna.&lt;br /&gt;
Hier beginnt die Wanderung in Richtung des höchsten Gipfels Wichren (3.Tag). Abstieg in Richtung Rozhen, Melnik. Per Bus nach Sandanski.&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt.&lt;br /&gt;
Ich habe die Wanderkarte von 2009 markiert und werde versuchen, die Wegpunkte demnächst hier aufzuführen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pirin&amp;diff=1386</id>
		<title>Pirin</title>
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				<updated>2017-03-19T16:55:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Pirin-Gebirge stellt einen einzigartigen Naturraum in Europa dar:&lt;br /&gt;
Es bietet einen Raum von 15 mal 25 Kilometern ohne nennenswerte Zivilisation.&lt;br /&gt;
Wir wandern eine Woche.&lt;br /&gt;
Anreise über Sofia mit dem Flugzeug, dann weiter mit der Eisenbahn, die einen Schnitt von 41km/h (3,5Std. für 144km) fuhr nach Kresna.&lt;br /&gt;
Hier beginnt die Wanderung in Richtung des höchsten Gipfels Wichren (3.Tag). Abstieg in Richtung Rozhen, Melnik.&lt;br /&gt;
Ende in Sandanski.&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

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		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pirin&amp;diff=1385</id>
		<title>Pirin</title>
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				<updated>2017-03-19T16:31:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: neuen Beitrag eröffnet.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Pirin-Gebirge stellt einen einzigartigen Naturraum in Europa dar:&lt;br /&gt;
Es bietet einen Raum von 15 mal 25 Kilometern ohne nennenswerte Zivilisation.&lt;br /&gt;
Wir wandern eine Woche.&lt;br /&gt;
Anreise über Sofia mit dem Flugzeug, dann weiter mit der Eisenbahn, die einen Schnitt von 41km/h (3,5Std. für 144km) fuhr nach Kresna.&lt;br /&gt;
Hier beginnt die Wanderung in Richtung des höchsten Gipfels Wichren (3.Tag). Rozhen, Melnik.&lt;br /&gt;
Ende in Sandanski.&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Bulgarien&amp;diff=1384</id>
		<title>Bulgarien</title>
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				<updated>2017-03-19T16:19:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Erweiterung um Pririn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Rhodopen]] / Süd-Bulgarien&lt;br /&gt;
* [[Pirin]] / Süd-West-Bulgarien&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=S%C3%BCdeuropa_und_Westeuropa&amp;diff=1383</id>
		<title>Südeuropa und Westeuropa</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=S%C3%BCdeuropa_und_Westeuropa&amp;diff=1383"/>
				<updated>2017-03-19T16:18:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Erweiterung um Bulgarien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Italien]]&lt;br /&gt;
* [[Spanien]]&lt;br /&gt;
* [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
* [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Belgien]]&lt;br /&gt;
* [[Slowenien]]&lt;br /&gt;
* [[Bulgarien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pilgrimsleden&amp;diff=1382</id>
		<title>Pilgrimsleden</title>
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				<updated>2017-03-19T16:16:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Pilgrimsleden (Pilgerweg) in Dalsland ist ein lieblicher Weg durch Dalsland im nördlichen Südschweden, grob zwischen Göteborg und Oslo landeinwärts westlich des Vänern-Sees.&lt;br /&gt;
Die von mir beschriebene Strecke reicht nur für eine Woche Wanderung, kann aber problemlos vorn oder hinten verlängert werden.&lt;br /&gt;
Anreise empfielt sich nach Göteborg, dann weiter mit Bus oder Bahn bis Mellerud. Man wandert den markierten Pilgrimsleden bis zum Nedre Kalven und weiter bis Svanskog. Luftlinie ca. 55km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wandert mal auf Trampelpfaden ohne jede Zivilisation, mal auf Schotterwegen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs keine (sonst Åmål).&lt;br /&gt;
Man kann aber Fisch fangen, Beeren und Pilze sammeln, so man denn zur richtigen Saison da ist.&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pilgrimsleden&amp;diff=1381</id>
		<title>Pilgrimsleden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pilgrimsleden&amp;diff=1381"/>
				<updated>2017-03-19T16:15:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: neuen Beitrag eröffnet.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Pilgrimsleden (Pilgerweg) in Dalsland ist ein lieblicher Weg durch Dalsland im nördlichen Südschweden, grob zwischen Göteborg und Oslo landeinwärts westlich des Vänern-Sees.&lt;br /&gt;
Die von mir beschriebene Strecke reicht nur für eine Woche Wanderung, kann aber problemlos vorn oder hinten verlängert werden.&lt;br /&gt;
Anreise empfielt sich nach Göteborg, dann weiter mit Bus oder Bahn bis Mellerud. Man wandert den markierten Pilgrimsleden bis zum Nedre Kalven und weiter bis Svanskog. Luftlinie ca. 55km.&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt.&lt;br /&gt;
Man wandert mal auf Trampelpfaden ohne jede Zivilisation, mal auf Schotterwegen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs keine (sonst Åmål).&lt;br /&gt;
Man kann aber Fisch fangen, Beeren und Pilze sammeln, so man denn zur richtigen Saison da ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Schweden&amp;diff=1380</id>
		<title>Schweden</title>
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				<updated>2017-03-19T16:02:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Erweitungerung um Pilgrimsleden Dalsland&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Schweden allgemein]] - Sommer erfüllt den Norden, Mücken sind zur Plage uns geworden. In den Höhen kreist der Greif, Lachse zieh’n zum Laichen auf, bis ans Ziel und sterben drauf. Lichter Tag nicht enden mag im Sommer hoch im Norden.&lt;br /&gt;
* [[Bohusleden]] - Einer der vielen Fernwanderwege&lt;br /&gt;
* [[Schwedisch Lappland]] - Der Steckbrief bezieht sich auf den schwedischen Teil von Lappland, genau gesagt auf den Sarek- und den Padjelanta-Nationalpark. Beide liegen nördlich des Polarkreises und grenzen unmittelbar aneinander. Es sind nahezu unbesiedelte Gebiete, in denen man sich tagelang aufhalten kann, ohne einen Menschen zu treffen.&lt;br /&gt;
* [[Südschweden per Rad]] - &amp;quot;Es stimmt schon, daß es in Bullerbü immer lustig zugeht. Bullerbü ist zwar nur ein ganz kleines Dorf mit drei Höfen, aber man kann dort herrlich spielen. Man kann Höhlen graben oder Hütten bauen, auf Schatzsuche gehen oder wie ein Landstreicher in der Hütte übernachten. Man kann angeln oder Krebse fangen, Schlittschuh laufen oder um die Wette rodeln&amp;quot; (Astrid Lindgren)&lt;br /&gt;
* [[Pilgrimsleden]] - Ein lieblicher Wanderweg in Nord-Südschweden zwischen Göteborg und Oslo (Dalsland).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1379</id>
		<title>Pyrenäen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1379"/>
				<updated>2017-03-19T15:57:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Versuch, Bilder zu verlinken, rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:33031-3.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-1.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-4.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-2.jpg|right|thumb||Mittelmeer ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einstimmung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl auf die Pyrenäen ist einfach, wenn man im September Zeit hat, Hochgebirge sucht und ordentlich Höhenmeter braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grenzgebirge zwischen Frankreich (auf dessen Seite es wohl meist regnet, weil Wetterscheide) und Spanien (wo neben eitel Sonnenschein auch die Menschen freundlicher sind) läßt keine Wünsche offen, wenn es einen oder mehrere nach anständigen Bergen über 3.000 Meter Höhe sucht, auf denen nicht schon 356 andere Wanderer sind. Auf Hauptrouten ist man allerdings auch nicht mehr allein.&lt;br /&gt;
=Gepäck = schwer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren und sind immernoch vier Freunde, die schon mehrmals zusammen auf Fahrt waren. Allerdings nie alle zu viert. Der Jüngste war Ludwig mit damals 18 und ich der Älteste mit 26. Dazu sei bemerkt, dass wir uns wohl alle als physisch und psychisch sehr belastbar sowie hochalpin erfahren bezeichnen können. Allen anderen rate ich von einer Besteigung des Aneto auch dringend ab! Ich bin mit 'nem Schweizer-Armee-Affen gewandert, Gerrit mit einem ähnlich komfortablen Armeerucksack und Dirk und Ludwig mit normalen 80+ -Liter Rucksäcken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zelt hatten wir zwei Jurtenbahnen als Dach zum Langzelt mit 2 Spezialbahnen an den Stirnseiten. Als Stangen hatten wir 2 Leki-Teleskopwanderstöcke mit, die Dirk eh zur Schonung seiner Knie beim Abstieg brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gepäck war 20-25kg schwer. Steigeisen an Meindl Perfekt waren für die Gletscherüberquerung unerlässlich. Sonst hatten wir noch 15 Meter Rebschnur mit, die wir allerdings lediglich einmal zum Abseilen von Gerrit's Rucki brauchten. Gekocht haben wir, sofern kein Holz vorhanden war, mit Gas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletscherspalten waren keine Gefahr, da sie immer freilagen und kaum breiter als 30 Zentimeter waren.&lt;br /&gt;
=Auftakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29.August sind wir mit dem Zug in Hannover abgefahren, am 30. vormittags in Luchon de ...Bagnère(?) angekommen. Vom Bahnhof des alten Römerbades und langweiligen Kurortes gleich dem beeindruckenden Panorama entgegen. Knapp 1000 Höhenmeter durch Wälder bis zum Hospice de France, einem Parkplatz für gut 50 Autos, wo 1998 nur eine Restaurantruine ohne Dach stand. Unser vorerst letzter Kontakt mit der Zivilisation in Form einer Strasse. Immerhin gibt es dort einen Bach, der ausreichend sauberes Wasser führt, um zu baden, kochen, trinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Tag gab es auf der Strecke alle 1-2km Bäche mit ausreichend sauberem Wasser. (Wasserentkeimer haben wir auf der gesamten Fahrt nicht benötigt!)&lt;br /&gt;
=Grenzübertritt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten 2 Tage werden ebenfalls je 1000m Höhenaufstieg mit vollem Gepäck und Verpflegung für gut 5 Tage bringen. Auf der Hochebene weiden allerdings zahlreiche Kühe und die haben auch den einzigen Bach sorgfältig vollgeschissen, Trinkwasserknappheit stellt sich ein. Also am besten jeder ausreichend für den ganzen Wandertag morgens mitnehmen! Wir überqueren die &amp;quot;Grenze&amp;quot; zu Spanien auf 2067 Meter (Port de la Escaleta). Super Ausblick in die Täler und guter Blick auf das Maladeta-Massiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wassermangel schon etwas stumpf im Hirn verpassen wir den richtigen Abzweig des Trampfelpfades. Doch schließlich: Endlich wieder Wasser! Wir lagern auf dem letzten Absatz einer Wiese.&lt;br /&gt;
==1. September 1998: Monte Aneto I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 8 Aufbruch vom schönen Lagerplatz der Refugio Renclusa entgegen. Puls wie üblich bei 160. Pausen, um zu verschnaufen. Die Hütte ist eher ein Gebäudekomplex, der schon jetzt zig Betten bieten dürfte, aber noch erweitert wird. Baumaterial wird unentwegt mit dem Hubschrauber angeliefert. Um 10 gehen wir von der Hütte dem Aneto entgegen. Jeder Meter Aufstieg wird mit phänomenaler Aussicht belohnt. Auch wenn zum Vorankommen die Hände unentbehrlich sind, weil man mehr auf allen Vieren hochkrabbelt als dass man geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 2.908 Meter Höhe schlagen wir auf einer Felsplatte am Durchgang&lt;br /&gt;
der Cresta de Portillones das Nachtlager auf. Trinkwasser füllen wir am unteren Ende eines Schneefeldes 50 Meter entfernt ab. Dort oben ist man der Witterung schonungslos ausgeliefert.&lt;br /&gt;
==2. September 1998: M. Aneto Gipfel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Uhr, Regenschauer ohne Zelt. Panischer Zeltaufbau im Platzregen.&lt;br /&gt;
Weiterschlafen, da bei dem Wetter an Aufstieg nicht zu denken ist. 9.30 Uhr: Cirka 15 andere Tageswanderer mit Bergführer und allerlei modischem Klimbim erblicken unsere schwarzen Jurtenbahnen respektvoll. (Schauen so als sähen sie Marsmenschen in Lederhosen!) Wir packen in Nullkommanix und bleiben an der Gruppe dran, holen sie ein, überholen sie - auch mit Gepäck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald Steigeisen anlegen. Der Gletscher ist spiegelglatt und steil genug für eine tödliche Rutschpartie. Wir wählen den Weg rechts an der Cresta hoch, die andere Gruppe geht links über Felsen diagonal direkt dem Gipfel zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben am Sattel zur Rückseite Colado de Coronas lassen wir unser Gepäck. Weiter, die letzten 200 Höhenmeter, nur mit dem nötigsten. (Poncho, Wasserflasche, Schoki, Kamera) Es ist bewölkt. 150 Höhenmeter nochmal auf Eis, 50 auf Fels. Die &amp;quot;Zielgerade&amp;quot; bildet zu unserer Überraschung ein cirka 20 Meter langer Grat, der in keinem Wanderführer bisher erwähnt war und den man besser auf allen Vieren klettert, denn ein unkonzentrierter Moment kann zum tödlichen Absturz führen. Links oder rechts. Beides ist leicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel auf 3.404 Meter ist flächenmäßig sehr klein. Ein großes Eisenkreuz und zwei geometrische Punkte, daran zahllose Wimpel in Erinnnerung an tödlich Verunglückte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg treffen wir die andere Gruppe am unteren Ende des Grates. Sie seilen sich an. Wer nicht so leichtsinnig ist wie wir, sollte das auch tun! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, am Sattel zur Rückseite der Abstieg auf die andere Seite. Einsam. Hier geht kein Mensch. Es regnet. Die Steine werden gefährlich glatt. Ludwig &amp;quot;fährt&amp;quot; plötzlich mit einem tischgroßen Fels los, nicht zu stoppen... Wie durch ein Wunder bleibt er unverletzt. Weiterer Abstieg zum See. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort Lageraufbau an der talwärtigen Seite des Sees auf Kies. Hier erwischt uns nachts das vorhergesagte Unwetter. Ich bete, dass unser Zelt, das mit bestimmt mehreren hundert Kilo schweren Steinen am Rand beschwert ist, nicht wegfliegt. Blitz und Donner. Platzregen. Alles geht gut. Wir sind sehr erleichtert. Gut dass es nagelneue heavy-duty-Bahnen waren! Im Seewasser befinden sich massig kleine rote Tierchen.&lt;br /&gt;
==3. September 1998: Monte Aneto III==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Abstieg über eine Schlenker ins Nebental nach links (Cresta de Llosas) Brecha de Llosas 2.850 Meter. Mondlandschaft. Nur Felsen. Gehen gleicht stundenlang Klettern, nur mit Hilfe der Hände möglich. Genauso wie beim Aufstieg auf der anderen Seite am Tag zuvor.&lt;br /&gt;
Ball de Llosas, Lago de Llosas, ein schöner See, trinken, waschen, Grün! Abstieg nach Benasque.&lt;br /&gt;
=Chill Out=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichsweise unspektakulär ging unsere Fahrt danach weiter und endet schließlich am Meer. Nur der Vollständigkeit halber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Benasque mit dem Bus 96 km nach Barbastro, kostet ca. 5 Euro. Weiter nach Barcelona, Figueras, Jonquera (hässlicher Grenzort). Von dort ein paar vergleichsweise lahme Wandertage durch Korkeichenheine und malerische Dörfer. Zum Beispiel ist La Bajol ein kleines Minidorf mit Kriegsmahnmal. Wasser gibt es an der Fontaine de la Figueras. Auf einem Schotterweg über die spanisch-französische Grenze, cirka einen Kilometer vom &amp;quot;Denkmal der katalanischen Unabhängigkeit&amp;quot; in Richtung Frankreich gibt es am Weg eine Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach zwei Tage am Meer am Strand. Mit Affen mit klirrenden Steigeisen an süddeutschen Urlaubern vorbei...&lt;br /&gt;
=Epilog=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich kann man sich auch länger im hochalpinen Bereich&lt;br /&gt;
aufhalten, da es zig Zwei- und Dreitausender in der Nähe gibt. Aber uns war nach dieser Mondlandschaft und dem schlechten Wetter -auch aus&lt;br /&gt;
Sicherheitsgründen -mehr nach Pflanzen und Aufrecht-gehen statt nach&lt;br /&gt;
Krabbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht im Ursprung zurück auf einen Beitrag bei Brummli.net von Kai Klinge 2002.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Kpf_stefan&amp;diff=1378</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Kpf stefan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Kpf_stefan&amp;diff=1378"/>
				<updated>2017-03-19T15:56:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Die Seite wurde neu angelegt: „Hallo Stefan,  wie könnte ich noch mehr Bilder anzeigen bzw. verlinken? Habe ein paar Scans, die ich gern hinzufügen würde.  Kann man extern verlinken? Dank…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo Stefan, &lt;br /&gt;
wie könnte ich noch mehr Bilder anzeigen bzw. verlinken?&lt;br /&gt;
Habe ein paar Scans, die ich gern hinzufügen würde. &lt;br /&gt;
Kann man extern verlinken?&lt;br /&gt;
Danke!&lt;br /&gt;
Gruß Kai K.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1377</id>
		<title>Pyrenäen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1377"/>
				<updated>2017-03-19T15:54:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:33031-3.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-1.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-4.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-2.jpg|right|thumb||Mittelmeer ]]&lt;br /&gt;
[[https://drive.google.com/drive/folders/0B7J_8ZpZhBY8SkR3TzFXWEFjODg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einstimmung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl auf die Pyrenäen ist einfach, wenn man im September Zeit hat, Hochgebirge sucht und ordentlich Höhenmeter braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grenzgebirge zwischen Frankreich (auf dessen Seite es wohl meist regnet, weil Wetterscheide) und Spanien (wo neben eitel Sonnenschein auch die Menschen freundlicher sind) läßt keine Wünsche offen, wenn es einen oder mehrere nach anständigen Bergen über 3.000 Meter Höhe sucht, auf denen nicht schon 356 andere Wanderer sind. Auf Hauptrouten ist man allerdings auch nicht mehr allein.&lt;br /&gt;
=Gepäck = schwer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren und sind immernoch vier Freunde, die schon mehrmals zusammen auf Fahrt waren. Allerdings nie alle zu viert. Der Jüngste war Ludwig mit damals 18 und ich der Älteste mit 26. Dazu sei bemerkt, dass wir uns wohl alle als physisch und psychisch sehr belastbar sowie hochalpin erfahren bezeichnen können. Allen anderen rate ich von einer Besteigung des Aneto auch dringend ab! Ich bin mit 'nem Schweizer-Armee-Affen gewandert, Gerrit mit einem ähnlich komfortablen Armeerucksack und Dirk und Ludwig mit normalen 80+ -Liter Rucksäcken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zelt hatten wir zwei Jurtenbahnen als Dach zum Langzelt mit 2 Spezialbahnen an den Stirnseiten. Als Stangen hatten wir 2 Leki-Teleskopwanderstöcke mit, die Dirk eh zur Schonung seiner Knie beim Abstieg brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gepäck war 20-25kg schwer. Steigeisen an Meindl Perfekt waren für die Gletscherüberquerung unerlässlich. Sonst hatten wir noch 15 Meter Rebschnur mit, die wir allerdings lediglich einmal zum Abseilen von Gerrit's Rucki brauchten. Gekocht haben wir, sofern kein Holz vorhanden war, mit Gas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletscherspalten waren keine Gefahr, da sie immer freilagen und kaum breiter als 30 Zentimeter waren.&lt;br /&gt;
=Auftakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29.August sind wir mit dem Zug in Hannover abgefahren, am 30. vormittags in Luchon de ...Bagnère(?) angekommen. Vom Bahnhof des alten Römerbades und langweiligen Kurortes gleich dem beeindruckenden Panorama entgegen. Knapp 1000 Höhenmeter durch Wälder bis zum Hospice de France, einem Parkplatz für gut 50 Autos, wo 1998 nur eine Restaurantruine ohne Dach stand. Unser vorerst letzter Kontakt mit der Zivilisation in Form einer Strasse. Immerhin gibt es dort einen Bach, der ausreichend sauberes Wasser führt, um zu baden, kochen, trinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Tag gab es auf der Strecke alle 1-2km Bäche mit ausreichend sauberem Wasser. (Wasserentkeimer haben wir auf der gesamten Fahrt nicht benötigt!)&lt;br /&gt;
=Grenzübertritt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten 2 Tage werden ebenfalls je 1000m Höhenaufstieg mit vollem Gepäck und Verpflegung für gut 5 Tage bringen. Auf der Hochebene weiden allerdings zahlreiche Kühe und die haben auch den einzigen Bach sorgfältig vollgeschissen, Trinkwasserknappheit stellt sich ein. Also am besten jeder ausreichend für den ganzen Wandertag morgens mitnehmen! Wir überqueren die &amp;quot;Grenze&amp;quot; zu Spanien auf 2067 Meter (Port de la Escaleta). Super Ausblick in die Täler und guter Blick auf das Maladeta-Massiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wassermangel schon etwas stumpf im Hirn verpassen wir den richtigen Abzweig des Trampfelpfades. Doch schließlich: Endlich wieder Wasser! Wir lagern auf dem letzten Absatz einer Wiese.&lt;br /&gt;
==1. September 1998: Monte Aneto I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 8 Aufbruch vom schönen Lagerplatz der Refugio Renclusa entgegen. Puls wie üblich bei 160. Pausen, um zu verschnaufen. Die Hütte ist eher ein Gebäudekomplex, der schon jetzt zig Betten bieten dürfte, aber noch erweitert wird. Baumaterial wird unentwegt mit dem Hubschrauber angeliefert. Um 10 gehen wir von der Hütte dem Aneto entgegen. Jeder Meter Aufstieg wird mit phänomenaler Aussicht belohnt. Auch wenn zum Vorankommen die Hände unentbehrlich sind, weil man mehr auf allen Vieren hochkrabbelt als dass man geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 2.908 Meter Höhe schlagen wir auf einer Felsplatte am Durchgang&lt;br /&gt;
der Cresta de Portillones das Nachtlager auf. Trinkwasser füllen wir am unteren Ende eines Schneefeldes 50 Meter entfernt ab. Dort oben ist man der Witterung schonungslos ausgeliefert.&lt;br /&gt;
==2. September 1998: M. Aneto Gipfel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Uhr, Regenschauer ohne Zelt. Panischer Zeltaufbau im Platzregen.&lt;br /&gt;
Weiterschlafen, da bei dem Wetter an Aufstieg nicht zu denken ist. 9.30 Uhr: Cirka 15 andere Tageswanderer mit Bergführer und allerlei modischem Klimbim erblicken unsere schwarzen Jurtenbahnen respektvoll. (Schauen so als sähen sie Marsmenschen in Lederhosen!) Wir packen in Nullkommanix und bleiben an der Gruppe dran, holen sie ein, überholen sie - auch mit Gepäck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald Steigeisen anlegen. Der Gletscher ist spiegelglatt und steil genug für eine tödliche Rutschpartie. Wir wählen den Weg rechts an der Cresta hoch, die andere Gruppe geht links über Felsen diagonal direkt dem Gipfel zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben am Sattel zur Rückseite Colado de Coronas lassen wir unser Gepäck. Weiter, die letzten 200 Höhenmeter, nur mit dem nötigsten. (Poncho, Wasserflasche, Schoki, Kamera) Es ist bewölkt. 150 Höhenmeter nochmal auf Eis, 50 auf Fels. Die &amp;quot;Zielgerade&amp;quot; bildet zu unserer Überraschung ein cirka 20 Meter langer Grat, der in keinem Wanderführer bisher erwähnt war und den man besser auf allen Vieren klettert, denn ein unkonzentrierter Moment kann zum tödlichen Absturz führen. Links oder rechts. Beides ist leicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel auf 3.404 Meter ist flächenmäßig sehr klein. Ein großes Eisenkreuz und zwei geometrische Punkte, daran zahllose Wimpel in Erinnnerung an tödlich Verunglückte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg treffen wir die andere Gruppe am unteren Ende des Grates. Sie seilen sich an. Wer nicht so leichtsinnig ist wie wir, sollte das auch tun! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, am Sattel zur Rückseite der Abstieg auf die andere Seite. Einsam. Hier geht kein Mensch. Es regnet. Die Steine werden gefährlich glatt. Ludwig &amp;quot;fährt&amp;quot; plötzlich mit einem tischgroßen Fels los, nicht zu stoppen... Wie durch ein Wunder bleibt er unverletzt. Weiterer Abstieg zum See. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort Lageraufbau an der talwärtigen Seite des Sees auf Kies. Hier erwischt uns nachts das vorhergesagte Unwetter. Ich bete, dass unser Zelt, das mit bestimmt mehreren hundert Kilo schweren Steinen am Rand beschwert ist, nicht wegfliegt. Blitz und Donner. Platzregen. Alles geht gut. Wir sind sehr erleichtert. Gut dass es nagelneue heavy-duty-Bahnen waren! Im Seewasser befinden sich massig kleine rote Tierchen.&lt;br /&gt;
==3. September 1998: Monte Aneto III==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Abstieg über eine Schlenker ins Nebental nach links (Cresta de Llosas) Brecha de Llosas 2.850 Meter. Mondlandschaft. Nur Felsen. Gehen gleicht stundenlang Klettern, nur mit Hilfe der Hände möglich. Genauso wie beim Aufstieg auf der anderen Seite am Tag zuvor.&lt;br /&gt;
Ball de Llosas, Lago de Llosas, ein schöner See, trinken, waschen, Grün! Abstieg nach Benasque.&lt;br /&gt;
=Chill Out=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichsweise unspektakulär ging unsere Fahrt danach weiter und endet schließlich am Meer. Nur der Vollständigkeit halber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Benasque mit dem Bus 96 km nach Barbastro, kostet ca. 5 Euro. Weiter nach Barcelona, Figueras, Jonquera (hässlicher Grenzort). Von dort ein paar vergleichsweise lahme Wandertage durch Korkeichenheine und malerische Dörfer. Zum Beispiel ist La Bajol ein kleines Minidorf mit Kriegsmahnmal. Wasser gibt es an der Fontaine de la Figueras. Auf einem Schotterweg über die spanisch-französische Grenze, cirka einen Kilometer vom &amp;quot;Denkmal der katalanischen Unabhängigkeit&amp;quot; in Richtung Frankreich gibt es am Weg eine Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach zwei Tage am Meer am Strand. Mit Affen mit klirrenden Steigeisen an süddeutschen Urlaubern vorbei...&lt;br /&gt;
=Epilog=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich kann man sich auch länger im hochalpinen Bereich&lt;br /&gt;
aufhalten, da es zig Zwei- und Dreitausender in der Nähe gibt. Aber uns war nach dieser Mondlandschaft und dem schlechten Wetter -auch aus&lt;br /&gt;
Sicherheitsgründen -mehr nach Pflanzen und Aufrecht-gehen statt nach&lt;br /&gt;
Krabbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht im Ursprung zurück auf einen Beitrag bei Brummli.net von Kai Klinge 2002.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1376</id>
		<title>Pyrenäen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1376"/>
				<updated>2017-03-19T15:53:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: Versuch, mehr Bilder anzuzeigen über mein googledrive&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:33031-3.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-1.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-4.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-2.jpg|right|thumb||Mittelmeer ]]&lt;br /&gt;
https://drive.google.com/drive/folders/0B7J_8ZpZhBY8SkR3TzFXWEFjODg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einstimmung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl auf die Pyrenäen ist einfach, wenn man im September Zeit hat, Hochgebirge sucht und ordentlich Höhenmeter braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grenzgebirge zwischen Frankreich (auf dessen Seite es wohl meist regnet, weil Wetterscheide) und Spanien (wo neben eitel Sonnenschein auch die Menschen freundlicher sind) läßt keine Wünsche offen, wenn es einen oder mehrere nach anständigen Bergen über 3.000 Meter Höhe sucht, auf denen nicht schon 356 andere Wanderer sind. Auf Hauptrouten ist man allerdings auch nicht mehr allein.&lt;br /&gt;
=Gepäck = schwer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren und sind immernoch vier Freunde, die schon mehrmals zusammen auf Fahrt waren. Allerdings nie alle zu viert. Der Jüngste war Ludwig mit damals 18 und ich der Älteste mit 26. Dazu sei bemerkt, dass wir uns wohl alle als physisch und psychisch sehr belastbar sowie hochalpin erfahren bezeichnen können. Allen anderen rate ich von einer Besteigung des Aneto auch dringend ab! Ich bin mit 'nem Schweizer-Armee-Affen gewandert, Gerrit mit einem ähnlich komfortablen Armeerucksack und Dirk und Ludwig mit normalen 80+ -Liter Rucksäcken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zelt hatten wir zwei Jurtenbahnen als Dach zum Langzelt mit 2 Spezialbahnen an den Stirnseiten. Als Stangen hatten wir 2 Leki-Teleskopwanderstöcke mit, die Dirk eh zur Schonung seiner Knie beim Abstieg brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gepäck war 20-25kg schwer. Steigeisen an Meindl Perfekt waren für die Gletscherüberquerung unerlässlich. Sonst hatten wir noch 15 Meter Rebschnur mit, die wir allerdings lediglich einmal zum Abseilen von Gerrit's Rucki brauchten. Gekocht haben wir, sofern kein Holz vorhanden war, mit Gas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletscherspalten waren keine Gefahr, da sie immer freilagen und kaum breiter als 30 Zentimeter waren.&lt;br /&gt;
=Auftakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29.August sind wir mit dem Zug in Hannover abgefahren, am 30. vormittags in Luchon de ...Bagnère(?) angekommen. Vom Bahnhof des alten Römerbades und langweiligen Kurortes gleich dem beeindruckenden Panorama entgegen. Knapp 1000 Höhenmeter durch Wälder bis zum Hospice de France, einem Parkplatz für gut 50 Autos, wo 1998 nur eine Restaurantruine ohne Dach stand. Unser vorerst letzter Kontakt mit der Zivilisation in Form einer Strasse. Immerhin gibt es dort einen Bach, der ausreichend sauberes Wasser führt, um zu baden, kochen, trinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Tag gab es auf der Strecke alle 1-2km Bäche mit ausreichend sauberem Wasser. (Wasserentkeimer haben wir auf der gesamten Fahrt nicht benötigt!)&lt;br /&gt;
=Grenzübertritt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten 2 Tage werden ebenfalls je 1000m Höhenaufstieg mit vollem Gepäck und Verpflegung für gut 5 Tage bringen. Auf der Hochebene weiden allerdings zahlreiche Kühe und die haben auch den einzigen Bach sorgfältig vollgeschissen, Trinkwasserknappheit stellt sich ein. Also am besten jeder ausreichend für den ganzen Wandertag morgens mitnehmen! Wir überqueren die &amp;quot;Grenze&amp;quot; zu Spanien auf 2067 Meter (Port de la Escaleta). Super Ausblick in die Täler und guter Blick auf das Maladeta-Massiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wassermangel schon etwas stumpf im Hirn verpassen wir den richtigen Abzweig des Trampfelpfades. Doch schließlich: Endlich wieder Wasser! Wir lagern auf dem letzten Absatz einer Wiese.&lt;br /&gt;
==1. September 1998: Monte Aneto I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 8 Aufbruch vom schönen Lagerplatz der Refugio Renclusa entgegen. Puls wie üblich bei 160. Pausen, um zu verschnaufen. Die Hütte ist eher ein Gebäudekomplex, der schon jetzt zig Betten bieten dürfte, aber noch erweitert wird. Baumaterial wird unentwegt mit dem Hubschrauber angeliefert. Um 10 gehen wir von der Hütte dem Aneto entgegen. Jeder Meter Aufstieg wird mit phänomenaler Aussicht belohnt. Auch wenn zum Vorankommen die Hände unentbehrlich sind, weil man mehr auf allen Vieren hochkrabbelt als dass man geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 2.908 Meter Höhe schlagen wir auf einer Felsplatte am Durchgang&lt;br /&gt;
der Cresta de Portillones das Nachtlager auf. Trinkwasser füllen wir am unteren Ende eines Schneefeldes 50 Meter entfernt ab. Dort oben ist man der Witterung schonungslos ausgeliefert.&lt;br /&gt;
==2. September 1998: M. Aneto Gipfel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Uhr, Regenschauer ohne Zelt. Panischer Zeltaufbau im Platzregen.&lt;br /&gt;
Weiterschlafen, da bei dem Wetter an Aufstieg nicht zu denken ist. 9.30 Uhr: Cirka 15 andere Tageswanderer mit Bergführer und allerlei modischem Klimbim erblicken unsere schwarzen Jurtenbahnen respektvoll. (Schauen so als sähen sie Marsmenschen in Lederhosen!) Wir packen in Nullkommanix und bleiben an der Gruppe dran, holen sie ein, überholen sie - auch mit Gepäck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald Steigeisen anlegen. Der Gletscher ist spiegelglatt und steil genug für eine tödliche Rutschpartie. Wir wählen den Weg rechts an der Cresta hoch, die andere Gruppe geht links über Felsen diagonal direkt dem Gipfel zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben am Sattel zur Rückseite Colado de Coronas lassen wir unser Gepäck. Weiter, die letzten 200 Höhenmeter, nur mit dem nötigsten. (Poncho, Wasserflasche, Schoki, Kamera) Es ist bewölkt. 150 Höhenmeter nochmal auf Eis, 50 auf Fels. Die &amp;quot;Zielgerade&amp;quot; bildet zu unserer Überraschung ein cirka 20 Meter langer Grat, der in keinem Wanderführer bisher erwähnt war und den man besser auf allen Vieren klettert, denn ein unkonzentrierter Moment kann zum tödlichen Absturz führen. Links oder rechts. Beides ist leicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel auf 3.404 Meter ist flächenmäßig sehr klein. Ein großes Eisenkreuz und zwei geometrische Punkte, daran zahllose Wimpel in Erinnnerung an tödlich Verunglückte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg treffen wir die andere Gruppe am unteren Ende des Grates. Sie seilen sich an. Wer nicht so leichtsinnig ist wie wir, sollte das auch tun! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, am Sattel zur Rückseite der Abstieg auf die andere Seite. Einsam. Hier geht kein Mensch. Es regnet. Die Steine werden gefährlich glatt. Ludwig &amp;quot;fährt&amp;quot; plötzlich mit einem tischgroßen Fels los, nicht zu stoppen... Wie durch ein Wunder bleibt er unverletzt. Weiterer Abstieg zum See. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort Lageraufbau an der talwärtigen Seite des Sees auf Kies. Hier erwischt uns nachts das vorhergesagte Unwetter. Ich bete, dass unser Zelt, das mit bestimmt mehreren hundert Kilo schweren Steinen am Rand beschwert ist, nicht wegfliegt. Blitz und Donner. Platzregen. Alles geht gut. Wir sind sehr erleichtert. Gut dass es nagelneue heavy-duty-Bahnen waren! Im Seewasser befinden sich massig kleine rote Tierchen.&lt;br /&gt;
==3. September 1998: Monte Aneto III==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Abstieg über eine Schlenker ins Nebental nach links (Cresta de Llosas) Brecha de Llosas 2.850 Meter. Mondlandschaft. Nur Felsen. Gehen gleicht stundenlang Klettern, nur mit Hilfe der Hände möglich. Genauso wie beim Aufstieg auf der anderen Seite am Tag zuvor.&lt;br /&gt;
Ball de Llosas, Lago de Llosas, ein schöner See, trinken, waschen, Grün! Abstieg nach Benasque.&lt;br /&gt;
=Chill Out=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichsweise unspektakulär ging unsere Fahrt danach weiter und endet schließlich am Meer. Nur der Vollständigkeit halber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Benasque mit dem Bus 96 km nach Barbastro, kostet ca. 5 Euro. Weiter nach Barcelona, Figueras, Jonquera (hässlicher Grenzort). Von dort ein paar vergleichsweise lahme Wandertage durch Korkeichenheine und malerische Dörfer. Zum Beispiel ist La Bajol ein kleines Minidorf mit Kriegsmahnmal. Wasser gibt es an der Fontaine de la Figueras. Auf einem Schotterweg über die spanisch-französische Grenze, cirka einen Kilometer vom &amp;quot;Denkmal der katalanischen Unabhängigkeit&amp;quot; in Richtung Frankreich gibt es am Weg eine Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach zwei Tage am Meer am Strand. Mit Affen mit klirrenden Steigeisen an süddeutschen Urlaubern vorbei...&lt;br /&gt;
=Epilog=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich kann man sich auch länger im hochalpinen Bereich&lt;br /&gt;
aufhalten, da es zig Zwei- und Dreitausender in der Nähe gibt. Aber uns war nach dieser Mondlandschaft und dem schlechten Wetter -auch aus&lt;br /&gt;
Sicherheitsgründen -mehr nach Pflanzen und Aufrecht-gehen statt nach&lt;br /&gt;
Krabbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht im Ursprung zurück auf einen Beitrag bei Brummli.net von Kai Klinge 2002.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1375</id>
		<title>Pyrenäen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.pfadfinder-treffpunkt.de/index.php?title=Pyren%C3%A4en&amp;diff=1375"/>
				<updated>2017-03-19T11:50:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;KaiR.O.: /* Epilog */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:33031-3.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-1.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-4.jpg|right|thumb||Monte Aneto ]]&lt;br /&gt;
[[File:33031-2.jpg|right|thumb||Mittelmeer ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einstimmung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl auf die Pyrenäen ist einfach, wenn man im September Zeit hat, Hochgebirge sucht und ordentlich Höhenmeter braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grenzgebirge zwischen Frankreich (auf dessen Seite es wohl meist regnet, weil Wetterscheide) und Spanien (wo neben eitel Sonnenschein auch die Menschen freundlicher sind) läßt keine Wünsche offen, wenn es einen oder mehrere nach anständigen Bergen über 3.000 Meter Höhe sucht, auf denen nicht schon 356 andere Wanderer sind. Auf Hauptrouten ist man allerdings auch nicht mehr allein.&lt;br /&gt;
=Gepäck = schwer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren und sind immernoch vier Freunde, die schon mehrmals zusammen auf Fahrt waren. Allerdings nie alle zu viert. Der Jüngste war Ludwig mit damals 18 und ich der Älteste mit 26. Dazu sei bemerkt, dass wir uns wohl alle als physisch und psychisch sehr belastbar sowie hochalpin erfahren bezeichnen können. Allen anderen rate ich von einer Besteigung des Aneto auch dringend ab! Ich bin mit 'nem Schweizer-Armee-Affen gewandert, Gerrit mit einem ähnlich komfortablen Armeerucksack und Dirk und Ludwig mit normalen 80+ -Liter Rucksäcken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zelt hatten wir zwei Jurtenbahnen als Dach zum Langzelt mit 2 Spezialbahnen an den Stirnseiten. Als Stangen hatten wir 2 Leki-Teleskopwanderstöcke mit, die Dirk eh zur Schonung seiner Knie beim Abstieg brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gepäck war 20-25kg schwer. Steigeisen an Meindl Perfekt waren für die Gletscherüberquerung unerlässlich. Sonst hatten wir noch 15 Meter Rebschnur mit, die wir allerdings lediglich einmal zum Abseilen von Gerrit's Rucki brauchten. Gekocht haben wir, sofern kein Holz vorhanden war, mit Gas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletscherspalten waren keine Gefahr, da sie immer freilagen und kaum breiter als 30 Zentimeter waren.&lt;br /&gt;
=Auftakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29.August sind wir mit dem Zug in Hannover abgefahren, am 30. vormittags in Luchon de ...Bagnère(?) angekommen. Vom Bahnhof des alten Römerbades und langweiligen Kurortes gleich dem beeindruckenden Panorama entgegen. Knapp 1000 Höhenmeter durch Wälder bis zum Hospice de France, einem Parkplatz für gut 50 Autos, wo 1998 nur eine Restaurantruine ohne Dach stand. Unser vorerst letzter Kontakt mit der Zivilisation in Form einer Strasse. Immerhin gibt es dort einen Bach, der ausreichend sauberes Wasser führt, um zu baden, kochen, trinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Tag gab es auf der Strecke alle 1-2km Bäche mit ausreichend sauberem Wasser. (Wasserentkeimer haben wir auf der gesamten Fahrt nicht benötigt!)&lt;br /&gt;
=Grenzübertritt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten 2 Tage werden ebenfalls je 1000m Höhenaufstieg mit vollem Gepäck und Verpflegung für gut 5 Tage bringen. Auf der Hochebene weiden allerdings zahlreiche Kühe und die haben auch den einzigen Bach sorgfältig vollgeschissen, Trinkwasserknappheit stellt sich ein. Also am besten jeder ausreichend für den ganzen Wandertag morgens mitnehmen! Wir überqueren die &amp;quot;Grenze&amp;quot; zu Spanien auf 2067 Meter (Port de la Escaleta). Super Ausblick in die Täler und guter Blick auf das Maladeta-Massiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wassermangel schon etwas stumpf im Hirn verpassen wir den richtigen Abzweig des Trampfelpfades. Doch schließlich: Endlich wieder Wasser! Wir lagern auf dem letzten Absatz einer Wiese.&lt;br /&gt;
==1. September 1998: Monte Aneto I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 8 Aufbruch vom schönen Lagerplatz der Refugio Renclusa entgegen. Puls wie üblich bei 160. Pausen, um zu verschnaufen. Die Hütte ist eher ein Gebäudekomplex, der schon jetzt zig Betten bieten dürfte, aber noch erweitert wird. Baumaterial wird unentwegt mit dem Hubschrauber angeliefert. Um 10 gehen wir von der Hütte dem Aneto entgegen. Jeder Meter Aufstieg wird mit phänomenaler Aussicht belohnt. Auch wenn zum Vorankommen die Hände unentbehrlich sind, weil man mehr auf allen Vieren hochkrabbelt als dass man geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 2.908 Meter Höhe schlagen wir auf einer Felsplatte am Durchgang&lt;br /&gt;
der Cresta de Portillones das Nachtlager auf. Trinkwasser füllen wir am unteren Ende eines Schneefeldes 50 Meter entfernt ab. Dort oben ist man der Witterung schonungslos ausgeliefert.&lt;br /&gt;
==2. September 1998: M. Aneto Gipfel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Uhr, Regenschauer ohne Zelt. Panischer Zeltaufbau im Platzregen.&lt;br /&gt;
Weiterschlafen, da bei dem Wetter an Aufstieg nicht zu denken ist. 9.30 Uhr: Cirka 15 andere Tageswanderer mit Bergführer und allerlei modischem Klimbim erblicken unsere schwarzen Jurtenbahnen respektvoll. (Schauen so als sähen sie Marsmenschen in Lederhosen!) Wir packen in Nullkommanix und bleiben an der Gruppe dran, holen sie ein, überholen sie - auch mit Gepäck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald Steigeisen anlegen. Der Gletscher ist spiegelglatt und steil genug für eine tödliche Rutschpartie. Wir wählen den Weg rechts an der Cresta hoch, die andere Gruppe geht links über Felsen diagonal direkt dem Gipfel zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben am Sattel zur Rückseite Colado de Coronas lassen wir unser Gepäck. Weiter, die letzten 200 Höhenmeter, nur mit dem nötigsten. (Poncho, Wasserflasche, Schoki, Kamera) Es ist bewölkt. 150 Höhenmeter nochmal auf Eis, 50 auf Fels. Die &amp;quot;Zielgerade&amp;quot; bildet zu unserer Überraschung ein cirka 20 Meter langer Grat, der in keinem Wanderführer bisher erwähnt war und den man besser auf allen Vieren klettert, denn ein unkonzentrierter Moment kann zum tödlichen Absturz führen. Links oder rechts. Beides ist leicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel auf 3.404 Meter ist flächenmäßig sehr klein. Ein großes Eisenkreuz und zwei geometrische Punkte, daran zahllose Wimpel in Erinnnerung an tödlich Verunglückte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg treffen wir die andere Gruppe am unteren Ende des Grates. Sie seilen sich an. Wer nicht so leichtsinnig ist wie wir, sollte das auch tun! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, am Sattel zur Rückseite der Abstieg auf die andere Seite. Einsam. Hier geht kein Mensch. Es regnet. Die Steine werden gefährlich glatt. Ludwig &amp;quot;fährt&amp;quot; plötzlich mit einem tischgroßen Fels los, nicht zu stoppen... Wie durch ein Wunder bleibt er unverletzt. Weiterer Abstieg zum See. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort Lageraufbau an der talwärtigen Seite des Sees auf Kies. Hier erwischt uns nachts das vorhergesagte Unwetter. Ich bete, dass unser Zelt, das mit bestimmt mehreren hundert Kilo schweren Steinen am Rand beschwert ist, nicht wegfliegt. Blitz und Donner. Platzregen. Alles geht gut. Wir sind sehr erleichtert. Gut dass es nagelneue heavy-duty-Bahnen waren! Im Seewasser befinden sich massig kleine rote Tierchen.&lt;br /&gt;
==3. September 1998: Monte Aneto III==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Abstieg über eine Schlenker ins Nebental nach links (Cresta de Llosas) Brecha de Llosas 2.850 Meter. Mondlandschaft. Nur Felsen. Gehen gleicht stundenlang Klettern, nur mit Hilfe der Hände möglich. Genauso wie beim Aufstieg auf der anderen Seite am Tag zuvor.&lt;br /&gt;
Ball de Llosas, Lago de Llosas, ein schöner See, trinken, waschen, Grün! Abstieg nach Benasque.&lt;br /&gt;
=Chill Out=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichsweise unspektakulär ging unsere Fahrt danach weiter und endet schließlich am Meer. Nur der Vollständigkeit halber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Benasque mit dem Bus 96 km nach Barbastro, kostet ca. 5 Euro. Weiter nach Barcelona, Figueras, Jonquera (hässlicher Grenzort). Von dort ein paar vergleichsweise lahme Wandertage durch Korkeichenheine und malerische Dörfer. Zum Beispiel ist La Bajol ein kleines Minidorf mit Kriegsmahnmal. Wasser gibt es an der Fontaine de la Figueras. Auf einem Schotterweg über die spanisch-französische Grenze, cirka einen Kilometer vom &amp;quot;Denkmal der katalanischen Unabhängigkeit&amp;quot; in Richtung Frankreich gibt es am Weg eine Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach zwei Tage am Meer am Strand. Mit Affen mit klirrenden Steigeisen an süddeutschen Urlaubern vorbei...&lt;br /&gt;
=Epilog=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich kann man sich auch länger im hochalpinen Bereich&lt;br /&gt;
aufhalten, da es zig Zwei- und Dreitausender in der Nähe gibt. Aber uns war nach dieser Mondlandschaft und dem schlechten Wetter -auch aus&lt;br /&gt;
Sicherheitsgründen -mehr nach Pflanzen und Aufrecht-gehen statt nach&lt;br /&gt;
Krabbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht im Ursprung zurück auf einen Beitrag bei Brummli.net von Kai Klinge 2002.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KaiR.O.</name></author>	</entry>

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