Chiemgau

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Herrenchiemsee
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Einstimmung

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah...

Kein Sprüchlein passt besser zum Chiemgau als dieses! Als infrastrukturell hervorragend ausgebautes Fahrtengebiet mit Meeres-, See-, Flachland-, Hügel-, Berg- und Hochgebirgsanbindung ist für jeden etwas dabei - und das Wetter spielt auch noch mit - meistens.

Zielgruppe

Junge Sippen mit Hang zu exotischen, aber nicht teuren oder gar gefährlichen Abenteuern. Echte Bayern aus Oberbayern können zwar böse erscheinen, in Wahrheit liegt Bayern aber in Deutschland, hat jetzt auch den Euro und wenn man hier niemanden mit Österreichern verwechselt, sind alle durchaus wohlgesonnen!

Anreise

die beste Anbindung bietet eindeutig die Deutsche Bahn. Hervorragende Ausgangsbahnhöfe sind Bad Endorf, Prien am Chiemsee oder Traunstein (alles InterRegio-Halte), Bernau, Übersee oder Bergen. Den nördlichen Chiemgau besucht man am besten ab Trostberg oder Altenmarkt. Zugfahrt dauert ab München ca. ein bis zwei Stunden mit Regionalbahnen!

Zugverbindungen und Preise von der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn AG.

Fahrradfahren

Der Chiemgau ist eines der größten und am besten ausgebauten Radwandergebiete Deutschlands. Durch seine unterschiedlichen Landschaften ist für jeden etwas dabei, von der flachen Chiemseeumrundung über die sanften Hügellandschaften bis zur wahren Bergbezwingung. Die Fahrradmitnahme ist in den Regionalzügen im Chiemgau und im Berchtesgadener Land kostenlos!

Landkarten und Führer

Topographische Karten TK 50

Blätter Trostberg, Burghausen, Rosenheim, Traunstein, Laufen, Oberaudorf, Ruhpolding und Bad Reichenhall

Wanderkarten

Kompass WK 10 Chiemsee-Simsee, WK 14 Berchtesgadener Land – Chiemgauer Alpen, WK 16 Traunstein – Waginger See. Siehe auch: www.kompass.at

Radwanderkarten

Bayrisches Landesvermessungsamt UK L7 Chiemsee – Chiemgauer Alpen Wanderführer: Kompass WB 921 Chiemgau

Zelten und Feuer

Man findet immer ein kleines Wäldchen, auch wenn es nur so von Bauernhöfen in Sichtweite wimmelt – notfalls nachfragen, meistens erhält man eine freundliche Antwort. Die Gefahr, vom Förster geweckt zu werden, ist relativ hoch, da die Wälder sehr klein sind. Macht aber nix, die nächste Nacht ist man eh woanders. Feuer kann man auch unter den gewohnten deutschen Umständen überall machen.

Lebensmittel

fast jedes Dorf, das mehr als 500 Einwohner hat (und derer gibt es viele), hat zumindest ein EDEKA oder eine Bäckerei. Häufig kann man sich die echte Frischmilch auch vom Bauern holen, wenn man nur früh genug (also vor dem Milchlaster) vorm Tor steht.

Sprache

Bayrisch ist zwar für viele vollkommen unverständlich, aber mit ein wenig Geduld und auch auf die Gefahr hin, als ‚Saupreiss‘ abgestempelt zu werden, erhält man eine dialektisch hochdeutsche Antwort. Bloß nicht versuchen, selbst bayrisch daherzureden, das wird sofort erkannt und trägt nicht zur Sympathie bei den Einheimischen bei!

Klima und beste Reisezeit

Das tolle am Chiemgau ist schon auch sein Wetter. Die Sonne scheint sehr häufig, weil zusätzlich zu den ohnehin häufigen normalen Sonnentagen noch all jene hinzukommen, die föhnbedingt sind und die Temperaturen durch den warmen Südwind in die Höhe treiben. Aber die Nähe zu den Bergen bedingt auch kräftige Gewitter, die sich über den Feldern entladen und deren Winde häufig orkanartige Ausmaße annehmen. Eine beste Reisezeit gibt es nicht. Empfehlenswert ist unbedingt der Sommer, da sich die vielen Seen hervorragend zum Baden eignen. Aber auch der Herbst mit seinem Farbenreichtum ist wunderschön, und zu Beginn des neuen Jahres kann man sich fast immer an prächtigen Eisblumen oder eingeschneiter Hügellandschaft erfreuen (die Winterlandschaft im Chiemgau würde ich als geheimnisvoll und rätselhaft beschreiben, daher meiner Meinung nach auch ein Geheimtipp). Mit Sicherheit jedoch wird man zu jeder Jahreszeit den atemberaubenden Alpenblick genießen können – einer der besonderen Reize.

Reisetipps

Chiemsee

Wie eingangs bereits erklärt, bietet der Chiemgau alles vom Meer bis zum Hochgebirge. Als Meer bezeichnet man hier jedenfalls das Bayrische, und man nennt es Chiemsee. Trotz der Idylle ist es uns noch nicht gelungen, auf Herrenchiemsee unsere Kohte zu errichten – die Insel wird gut bewacht und gehütet. Auch die übrigen Seeufer sind meist verbaut, von vielfrequentierten Rad- und Fußwegen gesäumt oder schier undurchdringlich. Ein schönes Plätzchen findet man da schon eher an einem der vielen Seen in der Eggstädter Seenplatte nordwestlich des Chiemsees. Hier ist unbeobachtetes Baden kein Problem und kleine Inselchen gibt es auch zuhauf.

Alz

Wer sich lieber an fließenden Gewässern orientieren will, der sollte dem Lauf der Alz folgen, die besonders romantisch als nördlicher Abfluss des Chiemsees in weiten Schleifen und durch sanfte Moränenhügel bis Trostberg fließt.

Naturschutzgebiet Kendlmühlfilzen

Südlich des Chiemsees kann man durch Moore wandern und binnen weniger Kilometer auf den ersten Bergen der Alpen stehen: das Naturschutzgebiet der Kendlmühlfilzen schließt sich nahtlos an das Mündungsdelta der Tiroler Ache und liegt im Schatten der Chiemgauer Berge, die mit bis knapp 2000 Metern einen großen Kontrast zur sanften Hügellandschaft darstellen. Gut erschlossen, aber nicht überlaufen sind die Berge und bieten einen hervorragenden Blick über den Chiemsee nach Norden.

siehe auch: www.chiemgau-online.de

Kultur

Wanderungen im Chiemgau können jeden Tag mit einer gehörigen Portion Kultur aufgewertet werden. Da findet man z.B. Europas größte Höhlenburg in Stein a.d.Traun (Besichtigung auf Anfrage), die Klöster Baumburg, Seeon oder versteckt in einem tiefen Talkessel Höglwörth, aber auch trutzige Burgen (wie in Marquartstein oder Burghausen), die Maxhütte in Bergen, zahllose Dorfkirchen mit Zwiebeltürmchen, Marterl an allen Wegen und ausgesetzte Kapellen wie die Streichenkapelle am Hochgern.

Reiseberichte für den Chiemgau

Chiemgau-Schwärmereien: http://www.gaunoricum.de

Links für den Chiemgau

Chiemgau online: http://www.chiemgau-online.de

Der Artikel geht auf einen Beitrag von Gisbert Schnell 2001/2007 zurück