Schwäbische Alb

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Einstimmung

Ausgedehnte sonnendurchflutete Buchenwälder, größere Ebenen, schroffe Kalkfelsen, verwunschene Klüfte, Höhlen und Burgruinen kennzeichnen die schwäbische Alb und machen sie damit sommers wie winters zum idealen Fahrtengebiet für kürzere Aktionen.

Die schwäbische Alb zieht sich über fast 200 km von der Donau bis zum Neckar und schließt im Westen an den Schwarzwald an. Die hier angegebenen Daten beziehen sich im Wesentlichen auf den nördlichen, den Fildern zugewandten Teil, die Bad Uracher/Reutlinger Alb.

Zielgruppe

Die schwäbische Alb ist für alle da. Wer es etwas kräftiger haben will, sollte nicht verpassen den Albaufstieg anzugehen, wer es lieber ruhig hat, sollte den Albrand entlanggehen und die Aussicht genießen. Ideal ist sie auf jeden Fall für Jungsippen.

Anreise

Mit der Bahn kommt man problemlos bis an den Albrand, beispielsweise nach Reutlingen, Urach, Owen oder Unterlennigen, von wo aus man den Albaufstieg in Angriff nehmen. Will man sich den sparen, kommt man mit Bussen weiter auf die Alb hinauf. Einige der Buslinien erlauben auch die Fahrradmitnahme in einem Fahrradanhänger. Will man die Busse als größere Gruppe sonntags oder feiertags nutzen, sollte man sich vorher anmelden, da auf manchen Strecken dann nur noch Linientaxis fahren. Mit der Bahn kann man auch direkt auf die Alb fahren, beispielsweise bis Engstingen oder Münsingen. Hier verkehren aber regionale Bahnen, die nicht das ganze Jahr über unterwegs sind.

Reisen auf der Alb

Die öffentlichen Busse der Hohenzollerischen Landesbahn HzL und RAB verbinden sämtliche Orte im sogenannten Schwäbische Alb Freizeit-Netz.

Siehe auch: Hohenzollerische Landesbahn http://www.hzl-online.de/

Wandern

Viele Wanderwege sind einwandfrei und mit Kilometerangaben markiert. Fahrradfahren ist ebenfalls kein Problem, dann sollte man sich die Karte aber doch genauer anschauen um heftige Steigungen oder zu enge Wege zu vermeiden. Schneetouren zu Fuß sind klasse. Mit Langlauskiern sind sie auch gut möglich, auch wenn das mitunter beschwerlich sein kann, da man sämtlichen Steigungen nun doch nicht ausweichen kann.

Wasser

Wasser ist wegen des karstigen Untergrundes nicht immer ganz leicht zu finden, da die Quellen nicht besonders zahlreich sind. Aber wie überall in Deutschland ist das kein riesiges Problem, da der nächste Bauernhof oder der nächste Ort auf jeden Fall vor dem Verdursten erreicht wird. Wer auf einer der Burgruinen übernachten will, muss das Wasser mit hochschleppen, was sich aber auf jeden Fall lohnt.

Feuer

Feuer machen ist natürlich verboten, aber Holz findet man dank der ausgedehnten Buchenwälder in Hülle und Fülle. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, steuert einen der zahlreichen Grillplätze an; naja, so idyllisch sind die ja in der Regel nicht.... Allerdings haben wir bisher noch keinen Förster getroffen, der sich nicht von einer sauber ausgehobenen Feuergrube oder einer sicheren, aufgeräumten Feuerstelle überzeugen ließ. Auf den Ruinen ist man natürlich nicht der erste, der Feuer macht, also ist auch das kein Problem.

Zelten

Kein Problem. Siehe auch Feuer. Ansonsten hat man im Normalfall auch kein Problem in Gemeindehäusern oder bei Bauern unterkriechen zu können. Vorausgetzt man fragt entsprechend freundlich.

Lebensmittel

Einen kleinen Supermarkt gibt es in jedem mittelgroßen Ort. Dort bekommt man alles was man braucht. Bäcker gibt es eigentlich überall, allerdings haben die manchmal etwas ausgefallene Öffnungszeiten; zumindest wenn man städtische Öffnungszeiten gewohnt ist.

Klima

Die Alb ist zu jeder Jahreszeit bei schönem Wetter einfach traumhaft. Touristen und Wochenendausflügler sammeln sich natürlich an den besonderen Sehenswürdigkeiten. Für sich allein hat man eigentlich nur im Herbst oder Winter.

Sprache

Ein gewisses Verständnis für den süddeutschen Zungenschlag erleichtert die Kommunikation enorm!

Landkarten

Die topographischen Landkarten sind einwanfrei. Die Blattnummern wären z. B. L 7520 (Reutlingen), L 7522 (Bad Urach), L 7524 (Blaubeuren).

Literatur

Ein prima Buch, wenn auch aufgrund seines Alters etwas romantisch geschrieben, ist "Rulaman". Die Geschichte spielt in der Steinzeit in eben der Gegend und auch die angesprochenen Höhlen kommen darin vor.

Reisetipps

- Einen Abstecher oder eine Übernachtung auf einer der (unbewirtschafteten) Burgruinen (z. B. Hohen-Urach, Hohen-Wittlingen) ist eigentlich ein Muss. Insbesondere die Hohen-Urach eignet sich zudem hervorragend für diverse Burgspiele/Verstecken etc. - Außerdem kann man natürlich eine der Höhlen mitnehmen. Beeindruckend ist beispielsweise die Falkensteiner Höhle oder die Gustav-Jakobs-Höhle, die einen separaten Ein- und Ausgang besitzt. Wer in eine der Höhlen einsteigen will, sollte natürlich Talas mitnehmen und damit rechnen, dass er danach etwas lehmverschmiert wieder ans Tageslicht kommt. Diese Höhlen kosten im Gegensatz zu den touristisch erschlossenen, aber auch schönen Tropfsteinhöhlen (Bärenhöhle, Nebelhöhle) keinen Eintritt.

- Weitere Dinge, die man sich naschauen kann, wären der Uracher Wasserfall, das Schloss Lichtenstein u. v. a.

Links für die Schwäbische Alb

Regionalverband Neckar-Alb: http://www.regionalverband-neckar-alb.de

Kreis Reutlingen: http://www.kreis-reutlingen.de

Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau: http://www.naldo.de

Hohenzollerische Landesbahn HzL: http://www.hzl-online.de

Schwäbische Alb-Bahn: http://www.schwaebische-alb-bahn.de

Literaturtipps für die Schwäbische Alb

Rulaman, Knödler-Verlag, 340 Seiten, ISBN 978-3874211376, 13€.

Der Artikel geht auf einen Beitrag von Wolfgang Zucht 2003 zurück.