Fairbanks Area

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Melanie König 2000

Aktualisierung der links 2007

Einstimmung

Land der tiefen Wälder, hohen Berge, weiten Tundren und endlosen Sümpfe:

In Alaska ist alles ein bißchen größer. Der 49. Staat der USA im äußersten Nordwesten Amerikas ist mit 1.5 Millionen Quadratkilometern nicht nur etwa 3 mal so groß wie Frankreich, auch die Berge sind höher, die Täler weiter und die Einsamkeit größer als das der Durchschnittseuropäer gewöhnt sind.

Zielgruppe

Angesichts der weiten Entfernung, hohen Anreisekosten und doch etwas extremeren Bedingungen sicherlich nur für Ältere geeignet.

Anreise

Hier bleibt nur der Flieger. Dabei muß man mit ca. 2000 DM rechnen. Wer Zeit hat, kann auch von Seattle, Washington, die landschaftlich sehr reizvolle "Inland Passage" (Fährschiff) nach Alaska nehmen.

Reisen in Alaska

Es gibt Überlandbusse, die aber recht unregelmäßig fahren. Von Anchorage nach Fairbanks gibt es die sehr schöne Alaska Railroad. Beim Trampen riskiert man langes Warten, aber es funktioniert durchaus.

Wandern

Es gibt zahlreiche markierte Trails, man kann aber auch nach eigenen Vorstellungen wandern. Die Trails sind meist Pfade bis oberhalb der Baumgrenze, von wo aus man sich dann an Steinmännchen selbst orientieren kann. Schöne Trails rund um Fairbanks sind z.B. der Pinnell Mountain Trail (3 Tage), 85 Meilen von Fairbanks am Steese Highway. Oder der Troublesome Creek Trail (2 Tage) im Denali State Park, der auf einem Bergrücken entlang parallel zum Denali National Park führt und phantastische Blicke auf Nordamerikas höchsten Berg, den Mt. McKinley (Denali), freigibt. Im Denali National Park selbst ist Wandern ebenfalls möglich, ist aber aus Rücksicht auf die Natur begrenzt. Tagestouren sind problemlos möglich.

Kanu- und Kajakfahren

Ist auf breiten (z.B. Yukon) oder auf einem der zahlreichen schmalen und wilderen Gewässern, wie dem Birch Creek am Steese Highway, möglich. In jedem Fall sollte man schon etwas Erfahrung im Kanufahren mitbringen und sein Boot sicher vom ruhigen Fahrwasser in die Strömung lenken können. Denn Hilfe ist meist mehrere Tage Fußmarsch entfernt. Die naturbelassenen alaskanischen Flüsse wechseln ihren Flußlauf häufig, unterspülen dabei Bäume, die dann ins Wasser sinken und oft genug den tieferen, einfacher zu fahrenden Wasserlauf blockieren ("Sweepers"). Auch nützen die Karten aus den 50er Jahren dann nichts mehr, weil der Flußlauf mittlerweile ein völlig anderer ist. So kann es vorkommen, daß man zeitweise nicht so genau weiß, wo man sich gerade befindet. Die Wandlungen eines Flusses mitzuerleben, vom schmalen Bächlein, das oft nicht genügend Wasser zum Fahren führt und schnell und munter durch enge Täler springt, bis zum breiten, behäbigen Fluß, der sich träge durch die schier endlose Ebene schlängelt, das ist einfach phantastisch!

Wasser

Leider kann man das Wasser nicht direkt aus den Bächen trinken, da es durch Bakterien verunreinigt ist. In größeren Flüssen kommen außerdem die Verunreinigungen der Goldminen dazu. Oberhalb der Baumgrenze, wo man am besten wandern kann, gibt es keine Quellen. Daher muß man oft Wasser für mehrere Tage mitnehmen.

Offenes Feuer

An Sandbänken beim Flußwandern kein Problem, in den Hochlagen gibt es kein Holz. Kein Feuer im Wald und auf moorigem Gelände!

Zelten

Bis auf den Holzmangel kein Problem. Ausnahme stellen nur die Nationalparks dar, in denen Übernachtungen sehr streng geregelt werden.

Lebensmittel

Jeder Ort hat einen kleinen Laden, in dem man von der Konserve über Waschmittel bis zum Goldwaschteller alles bekommt. Trotzdem besser in größeren Orten eindecken. In den großen Supermärkten sind die Preise auch günstiger.

Klima

In Fairbanks herrscht kontinentales Klima, also klirrend kalte Winter und heiße Sommer, wenig Niederschläge. Dennoch muß man auch im Sommer mit Regen und kühlen Temperaturen rechnen. Die Sommer sind sehr kurz, bis Juni liegt noch Schnee und im September kann schon wieder der Winter hereinbrechen. Toll ist der Herbst (so Ende August, Anfang September), wenn der "Indian Summer" die Wälder und Hügel in herrlichste Herbstfarben taucht. Aktuelles Wetter in Fairbanks

Landkarten

Topographische Karten gibt’s vom US Geological Survey. Meist recht alt, was in Flußniederungen für Verwirrung sorgen kann.

Fauna

Die häufigsten Tierchen sind die Moskitos (im Denali National Park soll ein Ranger mit einem Schlag auf seiner Hand um die 600 Moskitos plattgemacht haben). Was diese Tatsache aber besonders unangenehm macht, ist die gleichzeitige Anwesenheit des größten Säugers in Alaska, dem Bären. Grundsätzlich sind sie harmlos – und wir haben in freier Wildbahn außer einem großen Fußabdruck auch keine gesehen- , aber es ist deutlich angenehmer, sie durch das Fensterglas eines Nationalparkbusses zu sehen als ohne. Die Alaskaner tragen auf ihren Wanderungen meist ein Gewehr mit... Nahrungsmittel müssen luft- und geruchsdicht verpackt sein und ca. 500m entfernt vom Zelt aufbewahrt werden. Denn Lebensmittel sind das einzige, warum ein Bär an die Zeltwand klopfen könnte. In gleicher Entfernung sollte man kochen und essen, womit man sich gnadenlos den Mücken aussetzt.

Wenn kein Bär am Zelt anklopft, dann nagen dafür sicherlich Squirrels, süße, kleine Erdhörnchen, früh morgens an den Zeltschnüren. Daneben gibt es unter anderem Caribous, Elche und auch das amerikanische Wappentier, der inzwischen selten gewordene Weißkopfseeadler, gleitet gelegentlich eindrucksvoll durch die Lüfte.

Reisetipp Denali National Park

Rund um Fairbanks ist auf jeden Fall der Denali National Park oder dessen Umgebung lohnend, da der Mt. McKinley, obwohl er sich meist in Wolken hüllt, eine sehr eindrucksvolle Kulisse bietet. Durch den Denali National Park führt eine einzige Straße, entlang derer es Zeltplätze und Hütten gibt. Täglich fahren in der Urlaubssaison zahlreiche gelbe amerikanische Schulbusse diese Straße entlang, vollgepackt mit Touristen, die nach wilden Tieren aller Art Ausschau halten. Zugegeben, diese Bustour hat leichte Züge eines "Massen-Wildnis-Tourismus". Dennoch empfiehlt sie sich, weil sie eine gute Möglichkeit ist, den Park kennenzulernen. Und dank der jeweils ca. 50 Augenpaare, die alle in die Wildnis spähen, sieht man garantiert mehr an "Wildlife" als wenn man alleine unterwegs wäre. Elche, Bären, die Squirrel-jagend über sämtliches Gestrüpp den Hang hinunterstolpern oder sich liebevoll um ihre "cubs" kümmern, Caribous, Raubvögel und vielleicht sogar einen Wolf zu sehen, ist daher nichts Ungewöhnliches.

Preisniveau

Das Leben in Alaska ist nicht teuer, dennoch ist Alaska sicherlich kein Billigurlaubsland.