Toskana Wanderrouten: Unterschied zwischen den Versionen

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Stefan Peters 2002
 
 
 
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Der Artikel geht auf einen Beitrag von Stefan Peters 2002 zurück.

Version vom 2. Januar 2017, 17:54 Uhr

Insel vor Elba
Chianti
Pratomagno
Chianti
Abtei S. Antimo


Chianti (zwischen Firenze und Siena)

Florenz-Impruneta, 12 km (halber Tag)

Vom P.le Michelangelo in Florenz durchs zersiedelte Hinterland ins malerische Dort Impruneta. Leicht hügelig, viel Weinanbau, 4 Stunden.

Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blatt 660 "Firenze-Chianti".

Fiesole-Settignano, 6 km (2 Stunden)

An den Hängen über Florenz von den Beverly Hills Firenzes ins nicht minder exklusive Settignano. Landschaftlich wechselvoller Spaziergang.

Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, ca. 15 Euro. Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blatt 660 "Firenze-Chianti".

Florenz-Greve, 42 km (3 Tage)

Von Bagni a Ripoli über Strada, S. Polo, über den Greve-Fluß auf die Hänge am Westufer, weiter nach Greve. Zielort Greve, Hauptort des Chianti, mit einem dreickigen Marktplatz, dessen Arkaden zu verweilen einladen. Unterwegs zuerst viel Macchia, nach der Greve-Querung zunehmender Anteil Weinanbau. Schöne Aussicht zurück auf Florenz. Unterwegs zahlreiche kleine, unbefestigte, aber gut markierte Wege.

Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, ca. 15 Euro.

Landkarten: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blätter 660 "Firenze-Chianti" und 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi".

Greve-Radda, 25 km (2 Tage)

Bergwanderung über die Monti del Chianti, das verschlafene Bergdorf Volpaia, nach Radda in Chianti, das festungsartig auf einer Hügelkuppe thront. Tour stellt hohe Anforderungen an die Orientierung: Die Bergwege sind jenseits der Straßen kaum befahren und begangen. Im ersten Teil landschaftlich lieblich, vom Wein- und Olivenanbau geprägt, auf den Monti del Chianti hingegen durch die stetig wachsende Macchia weitgehend verwildert.

Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blatt 660 "Firenze-Chianti". Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Fonterutoli-Siena, 18 km (1 Tag)

Von Fonterutoli bei Castellina über Quattrostrade, Basciano, Colombaio nach Siena. Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, ca. 15 Euro Mit Hennigs Beschreibung scheint man schier in der Natur zu versinken; ich frage mich, wie die auf keiner Landkarten vertzeichneten Abkürzungen und Trampelpfade kennengelernt hat. Leicht gehügelte Wanderung zwischen Weingütern und Bauernhöfen bis in die Vororte von Siena. Ab dort den Bus ins Zentrum nehmen.

Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blätter 660 "Firenze-Chianti" und 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi". Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

S. Gimignano- Colle di Val d'Elsa, 13 km (1 Tag)

Von S. Gimignano über S. Lucia und Bibbiano ins Elsa-Tal. S. Gimignano mit seinen Geschlechtertürmen überragt alle Eindrücke dieser Wanderung. Mit dieser Tagestour läßt sich aber S. Gimignano gut mit einer kleinen Tour verbinden. Landschaftlich typische Chianti-Bilder mit Wein- und Olivenanbau, freistehenden Weingütern und verstreut liegenden Dörfchen.

Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, ca. 15 Euro

Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blatt 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi".

Monteriggioni

In Monteriggioni, dem winzigen Ort westlich von Siena mit seiner 8eckigen Befestigung und vielleicht 100 Einwohnerhn gibt es nichts zu wandern; selbst gemütliche Spaziergänger sind in 15min herum um den Ort. In jedem Falle ist aber ein Dorf, in dessen Grünanlagen man wunderschön brummli machen kann. 2 Stunden Minimum. Ihr dürft es glauben: Trotz seiner Winzigkeit gibt es Stellen, die kaum ein Tourist betritt.

Landkarte: Kompass, Maßstab 1:50.000, Blätter 660 "Firenze-Chianti" und 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi". Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Pratomagno (zwischen Firenze und Arezzo)

Vallombrosa-Croce di Pratomagno (1591m), 1-2 Tage

Von der großen, majestätischen Klosteranlage auf den Kamm am M. Secchietta, weiter über Poggio Uomo di Sasso zum Hauptgipfel. Zuerst steiler Anstieg durch Kastanien- und Buchenwald auf den Pratomagnokamm. Dort meist entlang oder nahe von z.T. sehr breiten Schotterwegen über den begrasten Kamm. Traumhafte Aussicht in den Mugello (Norden) und auf die Monti del Chianti (Westen).

Der Bergkamm ist außer an verschlafenen und trägen Hütten des M. Secchietta unbesiedelt. Wasser gibt es aus mehreren Bächen und Brunnen.

Landkarte: Edizione Multigraphic Firenze, Maßstab 1:25.000, Blatt 31/32 "Massiccio del Pratomagno"

Croce di Pratomagno- Loro Ciuffenna, (1-2 Tage)

Über die Folgegipfel Cima Bottiglia und Monte Lori, dann über Anciolina zurück ins Tal ins Bergdorf Loro Ciuffenna. Landschaftlich schöner als das erste Teilstück, denn die Schotterwege bleiben deutlich unterhalb der Wanderroute. Zudem ist dieses Teilstück praktisch überhaupt nicht mehr von Touristen begangen. Zuerst scheinbar endlose Hügelwanderung über Grashänge mit wunderhübsche Aussicht, dann über Felsen und durch Buchenwälder z.T. steil wieder abwärts.

Landkarte: Edizione Multigraphic Firenze, Maßstab 1:25.000, Blatt 31/32 "Massiccio del Pratomagno"

Etruskerland & Monte Amiata (zwischen Siena, Chiusi und Grosseto)

S. Galgano - Monticiano, 1-2 Stunden

Der Ort wird zwar von keiner Kompass-Wanderkarte abgedeckt, dank guter Ausschilderung kann man aber von der wildromantischen Abtei bis in den nahen Ort wandern. Waldwanderung durch Macchia, Unterholz und einen knietiefen Fluß.

Landkarten: Kompaß, Maßstab 1:50.000, Blätter 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi" und 653 "Pienza - Montalcino - Monte Amiata" und Freytag&Berndt 1:50.000, Blatt WKI 30 "Chianciano - Valdichiana - Monte Amiata" (letztere beiden weitestgehend deckungsgleich, Kompass 653 mit mehr Fläche Richtung Süden, WKI 30 Richtung Osten). Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Pienza-Montepulciano, 15 km (1 Tag)

In jeder Hinsicht einfache Wanderung über Montichiello ins bekannte Weinstädtchen Montepulciano. Auf diese Weise kann man sich umso besser den Schönheiten des Weges widmen, die in Form klassischer Toskanalandschaft mit Oliven und Zypressen sowie architektonisch sehr reizvollen Ortschaften daherkommen. Wer in Montepulciano den Verschluß meines Wassersacks findet, möge sich bei mir melden!

Landkarten: Kompaß, Maßstab 1:50.000, Blätter 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi" und 653 "Pienza - Montalcino - Monte Amiata" und Freytag&Berndt 1:50.000, Blatt WKI 30 "Chianciano - Valdichiana - Monte Amiata" (letztere beiden weitestgehend deckungsgleich, Kompass 653 mit mehr Fläche Richtung Süden, WKI 30 Richtung Osten). Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Cetona-S. Casciano, 18 km (1 Tag)

Über den Poggio Grosso unterhalb des Monte Cetona und die verschlafene Siedlung Fonte Vetriana nach S. Casciano dei Bagni. Wanderung durch steileres Hügelland als beispiselsweise im Chianti, meist bewaldet oder durch Wiesen, Oliven und Äcker geprägt. Besonders auffallend die im Land verstreuten Bauernhöfe. Besonders gefallen hat mir eine lange Pause am großen Brunnenbecken von Fonte Vetriana.

Landkarten: Kompaß, Maßstab 1:50.000, Blätter 661 "Siena - Chianti - Colline Senesi" und 653 "Pienza - Montalcino - Monte Amiata" und Freytag&Berndt 1:50.000, Blatt WKI 30 "Chianciano - Valdichiana - Monte Amiata" (letztere beiden weitestgehend deckungsgleich, Kompass 653 mit mehr Fläche Richtung Süden, WKI 30 Richtung Osten). Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Montalcino - Bagno Vignoni, 23 km (1-2 Tage)

Vom wehrhaften Bergdorf Montalcino zur einsamen Abtei S. Antimo, dann weiter über dem Orcia-Fluß zu den heißen Quellen von Bagno Vignoni. Sanftes Hügelland in Sichtweite des großen laubwaldbedeckten Monte Amiata. Alle drei Örtchen an der Strecke sind baulich sehenswert.

Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, 15€

S. Martino-Pitigliano, 1-2 Tage

Von der Piazza des Ortes hinab durch ein breites, ausgewaschenes Flußtal, über die Ausgrabungssätten von Sovana und charakteristische Tuffsteinhohlwege nach Pitigliano. Landschaftlich ist die Gegend von Ackerbau und (in Italien selten!) Heckenbewuchs sowie kleineren Waldstreifen geprägt. Der poröse Tuffstein zeigt sich durch vereinzelte steile Abbrüche. Pitigliano liegt auf einem steil abfallenden Tuffsteinfelsen - ein toller Anblick. Im Inneren leider etwas verfallen, da man mit Kalenderfotos wohl nicht seine Stadt sanieren kann...

Leider gibt es keine empfehlenswerte Landkarte. Über hilfreiche Hinweise würde ich mich freuen. Genaue Wegbeschreibung bei Christoph Hennig, Richtig Wandern "Toscana", Dumont-Verlag, ca. 15 Euro.

Maremma (nahe Grosseto)

Parco d' Ucellina (1 Tag)

Maremma-Naturpark mit naturbelassener Flora und Fauna und einem angemessenen Netz aus (Tages-)Wanderwegen. Meine ganz große Empfehlung, auch wenn ich selbst noch nicht dort war. Da Ein- und Ausgang überwacht werden, ist dort eine Übernachtung nicht möglich. Mehrere Busverbindungen täglich von und nach Grosseto.

Landkarte: Kompaß, Maßstab 1:50.000, Blatt 651 "Maremma - Argentario - Grossetto - Isola del Giglio" Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Monte Argentario (1-2 Tage)

Von der Siedlung S. Liberata den Berg hinauf über das Kloster der Padri Passionisti, di Casa S. Antonio am Hang entlang bis zum Fortino Stella über Porto Ercole. Ruhiger geht es weiter durch den Tombolo di Feniglia nach Ansedonia. Rauh, verwildert und ungastlich ist die Halbinsel des Monte Argentario jenseits der Asphaltstraßen. Die meisten (auch gekennzeichneten) Wanderpfade sind nicht kaum zu finden. Auch gibt es außer am Kloser fast kein Trinkwasser. Hinter Porto Ercole wird die Orientierung auf der Landzunge entsprechend umso einfacher.

In der ersten Hälfte rauhe Naturwanderung mit Dornenkratzergarantie. Der Nervenkitzel der schweren Orientierung hat seinen Reiz und wird mit schönen Ausblicken, Korkeichenplantagen, romantischen Ruinen und der Festung vor Porto Ercole belohnt. Anschließend entspannendes, fast eintönig langes Wegstück durch Dünen des Pinienwalds.

Landkarte: Kompaß, Maßstab 1:50.000, Blatt 651 "Maremma - Argentario - Grossetto - Isola del Giglio" Passende Wanderführer stehen im Toskana-Trekkingsteckbrief.

Isola d'Elba

Umherstreunen (beliebig lange)

Elba an sich ist ein kleines Wanderparadies; eine besondere Route kann ich nicht hervorheben. Die Hügel grenzen an allen Stellen direkt ans Meer, so daß es auch keine langweiligen großen Ebenen gibt. Generell gilt: Je weiter man nach Westen zieht, umso höher werden die Hügel. Der Monte Capanne (1010m) ist mit seiner Aussicht natürlich etwas besonderes, auch wenn der Berg beim Aufstieg und auf dem Gipfel selbst weniger hübsch aussehen.

Die Wanderwege sind nach meiner Erfahrung besser gekennzeichnet als anderswo in der Toskana und die Trampelpfade gut begehbar. Daher meine Empfehlung: Ankommen und einfach ein paar Tage herumwandern.

Landkarte: Kompaß, Maßstab 1:30.000, Blatt 650 "Isola d' Elba

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